da Vinci Surgery
 

Häufig gestellte Fragen

F. Was ist minimalinvasive Chirurgie (MIC)?
A. MIC ist eine Form der Chirurgie, bei der mithilfe kleiner Schnitte bzw. Operationszugänge statt großer Schnitte operiert wird, was den Heilungsprozess verkürzt, mit weniger Komplikationen und weniger Kosten für das Gesundheitswesen verbunden und weniger traumatisch für den Patienten ist. Obwohl die MIC zum Pflegestandard bei bestimmten chirurgischen Eingriffen geworden ist, konnte sie sich bisher bei komplizierteren oder schwereren Operationen, wie bei der Prostatektomie und der Mitralklappenrekonstruktion, noch nicht durchsetzen.

Intuitive Surgical ist der überzeugung, dass Chirurgen die MIC für komplexere Eingriffe eher zögerlich annehmen, weil sie im Allgemeinen der Auffassung sind, dass ein Eingriff am Feingewebe, wie Dissektion und Nähen, damit schwieriger ist als im Rahmen einer Operation am offenen Patienten. Doch die Technologie von Intuitive Surgical ermöglicht die Anwendung minimalinvasiver Techniken auch bei komplizierten Eingriffen.

F. Warum brauchen wir eine neue Form der minimalinvasiven Chirurgie?
A. Trotz des weitverbreiteten Einsatzes minimalinvasiver oder laparoskopischer Chirurgie in modernen Krankenhäusern ist der Einsatz laparoskopischer Techniken größtenteils auf einige wenige Routineeingriffe begrenzt geblieben. Der Hauptgrund dafür sind die begrenzten Kapazitäten der konventionellen laparoskopischen Technologie mit einer Standarddarstellung und starren Instrumenten, auf die sich die Chirurgen während der OP über kleine Schnitte verlassen müssen.

Bei der konventionellen offenen Chirurgie setzt der Arzt einen langen Schnitt und erweitert diesen dann, um zum Zielgebiet vorzudringen. Bei der konventionellen minimalinvasiven Chirurgie, deren Anwendung für Routineeingriffe weit verbreitet ist, bedient der Chirurg starre, handbediente Instrumente, die durch kleine Einschnitte eingeführt werden, und sieht die Anatomie auf einem Standardbildschirm. Weder die laparoskopischen Instrumente noch der Bildschirm garantieren dem Chirurgen eine hervorragende Sicht, die er zur Durchführung komplexer chirurgischer Einsätze, wie einer Klappenrekonstruktion oder einer nervenerhaltenden Prostatektomie, benötigt.

F. Wo liegen die Vorteile der da Vinci-Chirurgie im Vergleich zu konventionellen chirurgischen Methoden?
A. Einige der großen Vorteile für Chirurgen, die das da Vinci-Chirurgiesystem öfter als konventionelle Ansätze verwenden, sind eine höhere chirurgische Präzision, eine höhere Bewegungsfähigkeit und mehr Bewegungsfreiheit sowie eine verbesserte Darstellung und ein besserer Zugang. Zu den Vorteilen für Patienten können ein kürzerer Krankenhausaufenthalt, weniger Schmerzen, ein geringeres Infektionsrisiko, geringerer Blutverlust, weniger Transfusionen, weniger Narbenbildung, schnellere Genesung und eine schnelle Wiederaufnahme der täglichen Tätigkeiten gehören. Diese Vorteile können nicht garantiert werden, da eine Operation vom individuellen Patienten und vom individuellen Eingriff abhängig ist.

F. Warum können Chirurgen heutzutage keine komplizierten Eingriffe, wie eine Herz-OP, durch einen Zugang von 1 bis 2 cm Länge durchführen?
A. Komplizierte Eingriffe, wie eine Operation am Herzen, erfordern eine hervorragende Darstellung des Operationsgebiets und die Möglichkeit, Instrumente auf einem stark beengten Raum präzise und kontrolliert zu manövrieren. In der Vergangenheit haben sich die Chirurgen invasiver Ansätze wie einer „offenen Sternotomie“ für Operationen am Herzen bedient, was bedeutet, dass das Brustbein durchtrennt und die Rippen auseinandergezogen werden. Diese OP hinterlässt normalerweise eine 30 cm lange Narbe. Damit wird die Sicht auf den Operationsbereich und die Bewegungsfreiheit für den Chirurgen, der die Hände und Instrumente sehr nah an den Operationsbereich bringen muss, gewährleistet, doch führt dieser Eingriff zu signifikanten Schmerzen, Blutverlust und einer langen Genesungszeit für Patienten. In letzter Zeit wurden kleinere Schnitte für die Durchführung einer Vielzahl von Eingriffen am Herzen verwendet. Allerdings fühlen sich viele Herzchirurgen durch den kleineren Zugang in ihrer Sicht auf das Operationsgebiet und in ihrer Bewegungsfreiheit an der Operationsstelle beeinträchtigt.

F: Wo wird das da Vinci-Chirurgiesystem derzeit eingesetzt?
A. Derzeit wird das da Vinci-Chirurgiesystem an mehreren Hundert Standorten weltweit, in großen Zentren in Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Indien, Japan, Kanada, den Niederlanden, österreich, Rumänien, Saudi Arabien, Schweden, der Schweiz, Singapur, der Türkei, den USA und im Vereinigten Königreich eingesetzt.

F. Ist das da Vinci-Chirurgiesystem von der FDA zugelassen?
A. Die amerikanische Zulassungsbehörde, die U.S. Food and Drug Administration (FDA), hat das da Vinci-Chirurgiesystem für eine Vielzahl von Eingriffen zugelassen. Einzelne Zulassungen und repräsentative Anwendungen finden Sie auf der Seite FDA-Zulassung.

F: Wird die da Vinci-Chirurgie durch die Versicherung abgedeckt?
A. Die da Vinci-Chirurgie fällt in die Kategorie robotergestützte minimalinvasive Chirurgie, sodass jede Versicherung, die minimalinvasive Chirurgie abdeckt, im Allgemeinen auch die da Vinci-Chirurgie abdeckt. Dies gilt für weit verbreitete Versicherungsprogramme wie Medicare, die US-amerikanische öffentliche Krankenversicherung für ältere und/oder behinderte Menschen. Es ist jedoch zu beachten, dass Ihr Versicherungsschutz von Ihrer Krankenkasse und deren Leistungen abhängig ist. Bei konkreteren Fragen zur Kostenübernahme für die da Vinci-Chirurgie oder bei einer Ablehnung der Kostenübernahme, rufen Sie unsere Erstattungshotline an unter 1 888 868 4647-3128 innerhalb der USA. Von außerhalb der USA wählen Sie 33 1 39 04 26 90.

F. Wird das da Vinci-Chirurgiesystem den Chirurgen überflüssig machen?
A. Im Gegenteil. Das da Vinci-System ermöglicht dem Chirurgen, präziser zu arbeiten, seine Technik zu verfeinern und seine Fähigkeiten zur Durchführung komplizierter minimalinvasiver Einriffe zu verbessern. Das System reproduziert die Bewegungen des Chirurgen in Echtzeit. Es kann nicht programmiert werden und keine eigenständigen Entscheidungen treffen und sich somit ohne Eingabe des Chirurgen nicht selbst bewegen oder einen operativen Schritt durchführen.

F. Setzt der Chirurg das da Vinci-Chirurgiesystem in einer Art „virtueller Realität“ ein?
A. Obwohl der Chirurg an der Konsole einige Schritte vom Patienten entfernt sitzt, sieht er ein echtes Bild des Operationsgebiets, während er in Echtzeit durch winzige Schnitte mithilfe von miniaturisierten EndoWrist-Instrumenten operiert. Zu keinem Zeitpunkt hat der Chirurg ein virtuelles Bild vor sich und programmiert das System auch nicht zur selbstständigen Durchführung eines Operationsschrittes oder gibt Befehle an das System, die außerhalb der direkten Echtzeit-Steuerung des Chirurgen liegen würden.

F. Handelt es sich dabei um Telechirurgie? Kann man damit über große Distanzen hinweg operieren?
A. Theoretisch kann das da Vinci-Chirurgiesystem in der Tat für Operationen über große Distanzen hinweg eingesetzt werden. Allerdings liegt auf dieser Funktion nicht der eigentliche Schwerpunkt des Unternehmens, weshalb sie beim aktuellen da Vinci-Chirurgiesystem nicht verfügbar ist.

F. Kann der Chirurg während des Einsatzes des da Vinci-Chirurgiesystems etwas im Inneren des Brustkorbs oder Bauchraums des Patienten fühlen?
A. Das System gibt während des gesamten Einsatzes einen Teil der im Operationsgebiet registrierten Kräfte als Rückkopplung an den Chirurgen weiter. Diese Kräfterückkopplung dient als Ersatz für das Tastempfinden und wird durch die verbesserte Sicht dank hoch auflösender 3D-Darstellung noch erhöht.

F: Welche Eingriffe sind bisher mit dem da Vinci-Chirurgiesystem durchgeführt worden? Welche zusätzlichen Eingriffe sind möglich?
A. Das da Vinci-System ist eine robotergestützte Chirurgieplattform, die für komplizierte Eingriffe aller Art mittels 1 bis 2 cm langer Schnitte bzw. Operationszugänge konzipiert wurde. Bisher wurden Zehntausende Eingriffe, darunter allgemeinchirurgische, urologische, gynäkologische, thorakoskopische und thorakoskopisch unterstützte Kardiotomien, mit dem da Vinci-Chirurgiesystem durchgeführt.

F. Warum heißt es da Vinci®-Chirurgiesystem?
A. Ein Teil des Produktnamens lautet „da Vinci“, weil Leonardo da Vinci den ersten Roboter erfunden hat. Er hat zudem eine unvergleichliche anatomische Genauigkeit und dreidimensionale Details eingebracht, um seine Meisterwerke zum Leben zu erwecken. Analog dazu stellt das da Vinci-Chirurgiesystem den ärzten eine verbesserte Detailansicht zur Verfügung und ermöglicht eine Präzision, mit der das System trotz der winzigen Schnitte eine offene chirurgische Umgebung simulieren kann.

Obwohl klinische Studien die Effizienz des da Vinci®-Systems in der minimalinvasiven Chirurgie belegen, können die individuellen Ergebnisse variieren. Eine Operation mit dem da Vinci-Chirurgiesystem ist möglicherweise nicht für jeden angezeigt. Fragen Sie Ihren Arzt stets nach allen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Risiken und Vorteilen.