da Vinci Surgery
 

Gebärmutterentfernung

Die Gebärmutterentfernung wird zur Behandlung von vielen verschiedenen Erkrankungen der Gebärmutter durchgeführt. Allein in den USA werden jährlich ungefähr 600.000 Gebärmutterentfernungen vorgenommen. Damit stellt diese Behandlungsmöglichkeit den zweithäufigsten operativen Eingriff bei Frauen in den USA dar.1

Formen der Gebärmutterentfernung

Es gibt verschiedene Formen der Gebärmutterentfernung, deren Auswahl von der Diagnose der Patientin abhängig ist. Bei allen Formen wird die Gebärmutter entfernt. Der Unterschied besteht darin, welche zusätzlichen Fortpflanzungsorgane und welches zusätzliche Gewebe entfernt werden. Formen der Gebärmutterentfernung:

  • Partielle bzw. subtotale Gebärmutterentfernung: Diese Form wird auch als suprazervikale Gebärmutterentfernung bezeichnet und umfasst die Entfernung der Gebärmutter bei Erhaltung des Gebärmutterhalses. Die Entscheidung für diese Form wird von den Wünschen der Patientin abhängig gemacht. Viele Frauen haben das Gefühl, dass ein intakter Gebärmutterhals die sexuelle Funktion nach der Operation aufrechterhält.2
  • Totale Gebärmutterentfernung: Bei dieser Form werden die Gebärmutter und der Gebärmutterhals entfernt. Die Vagina bleibt vollständig intakt. Es handelt sich hierbei um die häufigste Form der Gebärmutterentfernung.
  • Entfernung der Lymphknoten: Bei Gebärmutterentfernungen, die aufgrund von bösartigen Erkrankungen, wie Gebärmutter-, Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs, durchgeführt werden, werden auch bestimmte Lymphknoten entfernt. Diese Form wird häufig als Lymphknotendissektion bzw. Lymphadenektomie bezeichnet. Die Entfernung von Lymphknoten in bestimmten Bereichen ist von der Lage und Ausdehnung des Tumors abhängig. Die Untersuchungsergebnisse der entfernten Lymphknoten tragen auch zur Bestimmung der Ausdehnung bzw. des Stadiums des Krebses bei und werden auch bei der Festlegung weiterer Begleittherapien, wie Strahlen- oder Chemotherapie, herangezogen.
  • Entfernung der Eileiter und Eierstöcke: Diese Organe können im Rahmen einer Gebärmutterentfernung ebenfalls entfernt werden. Bei der Entscheidung, ob diese entfernt werden oder nicht, spielen die Erkrankung, das Alter der Patientin und andere Faktoren eine Rolle. Häufig bleiben Eileiter und Eierstöcke erhalten.3Der Fachbegriff für die Entfernung von Eierstöcken ist Oophorektomie. Der Fachbegriff für die Entfernung von Eileitern und Eierstöcken ist Salpingo-Oophorektomie.
  • Radikale Gebärmutterentfernung: Bei dieser Form werden die Gebärmutter und der Gebärmutterhals entfernt.
  • Totale Gebärmutterentfernung: Diese Methode wird häufig bei Gebärmutterhalskrebs angewendet und umfasst die Entfernung der Gebärmutter, des angrenzenden Gewebes, des oberen Teils der Vagina (ca. 2,5 cm) sowie der Lymphknoten im Becken. Eileiter und Eierstöcke können ebenfalls entfernt werden.

Methoden der Gebärmutterentfernung

Die meisten gynäkologischen Eingriffe erfolgen traditionell über einen „offenen“/// Zugang, für den ein langer Bauchschnitt vorgenommen wird. Der Schnitt zur Entfernung der Gebärmutter muss eine Länge von 15 bis 30 cm haben.

Die vaginale Gebärmutterentfernung stellt eine weitere Methode dar, bei der die Gebärmutter über die Vagina ohne externen Schnitt und somit auch ohne postoperative Narbenbildung entfernt wird. Diese minimalinvasive Methode wird am häufigsten zur Behandlung von gutartigen Erkrankungen, bei einer Gebärmutter von normaler Größe und einer auf die Gebärmutter begrenzten Erkrankung durchgeführt.

Bei der laparoskopischen Gebärmutterentfernung wird die Gebärmutter mit Instrumenten entfernt, die über einen kleinen Schlauch in den Bauchraum eingeführt werden. Bei dieser Methode sind 3 bis 5 kleine Schnitte in die Bauchdecke erforderlich. Eines dieser Instrumente ist ein Endoskop, eine kleine Miniaturkamera, mit der das Zielobjekt auf einem Standard-2-D-Videomonitor dargestellt werden kann. Die laparoskopische Methode bietet eine bessere Visualisierung der betroffenen Strukturen als die vaginale oder abdominale Gebärmutterentfernung.

Im Folgenden sind einige Abkürzungen für die verschiedenen Methoden der Gebärmutterentfernung aufgeführt, wie z. B.:

  • Totale laparoskopische Hysterektomie (TLH): Die Gebärmutter und der Gebärmutterhals werden mit laparoskopischen Instrumenten über 3 bis 5 kleine Schnitte in die Bauchdecke entfernt.
  • Laparoskopische suprazervikale Hysterektomie (LSH): Die Gebärmutter wird mit laparoskopischen Instrumenten über 3 bis 5 kleine Schnitte in die Bauchdecke entfernt. Der Gebärmutterhals wird jedoch erhalten. Die Gebärmutter wird über einen der kleinen Schnitte mittels eines Morcellators entfernt.
  • Totale vaginale Hysterektomie (TVH): Die Gebärmutter und der Gebärmutterhals werden über einen Schnitt tief im Inneren der Vagina entfernt. Diese Methode wird häufig bei Gebärmuttervorfall verwendet.
  • Totale abdominale Hysterektomie (TAH): Die Gebärmutter und der Gebärmutterhals werden über einen großen Bauchschnitt entfernt. Die Größe des Schnitts liegt je nach Erkrankung zwischen 15 und 30 cm.

Obwohl minimalinvasive vaginale und laparoskopische Gebärmutterentfernungen  wichtige Vorteile für die Patientinnen im Vergleich zu abdominalen Gebärmutterentfernungen, wie z. B. geringeres Risiko von Komplikationen, kürzerer Krankhausaufenthalt und schnellere Genesung, bieten, beinhalten sie auch Nachteile. Bei der vaginalen Gebärmutterentfernung verfügt der Chirurg nur über einen kleinen Arbeitsbereich und sieht die Beckenorgane nicht. Folgende Bedingungen können überdies die vaginale Methode erschweren, wie z. B.:

  • Ein enger Schambogen (Bereich, in dem die Hüftknochen aufeinandertreffen)4
  • Ausgeprägte Verwachsungen aufgrund vorangegangener Operationen am Becken, wie z. B. Kaiserschnitt5
  • Schwere Endometriose6
  • Nicht lokal begrenzter Krebs (Krebs außerhalb der Gebärmutter), der eine umfangreichere Gewebeentfernung sowie eine Lymphknotenentfernung erforderlich macht

Bei laparoskopischen Gebärmutterentfernungen ist der Chirurg möglicherweise in seiner Bewegungsfreiheit (durch den Einsatz von geraden und starren Instrumenten) und durch die 2-D-Visualisierung eingeschränkt. Beide Faktoren können die Präzision und Steuerungsmöglichkeit im Vergleich zu einer traditionellen Bauchchirurgie beeinträchtigen.

da Vinci®-Hysterektomie

Bei jeder dritten Frau in den USA wird vor Erreichen des 60. Lebensjahres eine Gebärmutterentfernung vorgenommen.1 Keine Frau möchte sich einer Operation unterziehen, doch mittlerweile können die meisten gynäkologischen Erkrankungen – von der Endometriose bis hin zu Gebärmutterleiomyomen, verstärkter Menstruationsblutung und Krebs – effektiv ohne großen Schnitt behandelt werden. Mit der da Vinci®-Chirurgie sind bei einer Gebärmutterentfernung nur ein paar kleine Schnitte erforderlich, sodass Sie schneller genesen, und zwar innerhalb von Tagen und nicht Wochen wie bei der traditionellen Chirurgie.
Mit der da Vinci-Chirurgie können Gynäkologen die modernsten und präzisesten minimalinvasiven Gebärmutterentfernungen vornehmen. Für die meisten Frauen bietet die da Vinci®-Hysterektomie zahlreiche potenzielle Vorteile im Vergleich zur traditionellen offenen Chirurgie, wie z. B.:

  • Signifikant weniger Schmerzen2
  • Deutlich geringerer Blutverlust und Transfusionsbedarf3, 4
  • Weniger Komplikationen4, 5
  • Kürzerer Krankenhausaufenthalt4, 5
  • Schnellere Genesung und Wiederaufnahme von normalen Aktivitäten1, 2
  • Kleine Schnitte und somit minimale Vernarbung
  • Bessere Ergebnisse und höhere Patientenzufriedenheit, in vielen Fällen4

Die revolutionäre chirurgische Methode da Vinci für die Gynäkologie überwindet die Grenzen der konventionellen laparoskopischen Chirurgie.

Es verwundert daher nicht, dass immer mehr Frauen sich bei einer Gebärmutterentfernung für die da Vinci-Chirurgie entscheiden.

Wenn Ihnen eine Operation mit einem offenen Zugang zur Behandlung Ihres gynäkologischen Problems statt eines minimalinvasiven Eingriffs vorgeschlagen wurde, sollten Sie Ihren Arzt nach der da Vinci-Chirurgie fragen.

Informieren Sie sich über die Gründe, aus denen die da Vinci-Hysterektomie die beste Behandlungsmöglichkeit ist.

  1. http://womenshealth.gov/faq/hysterectomy.cfm
  2. http://www.cancer.org/docroot/CRI/content/CRI_2_4_4X_Surgery_8.asp
  3. http://www.merck.com/mmhe/sec22/ch242/ch242b.html#sec22-ch242-ch242b-83
  4. http://www.merck.com/mmhe/sec22/ch252/ch252f.html?qt=pain%20during%20intercourse&alt=sh
  5. Boggess JF. Robotic Surgery in Gynecologic Oncology: Evolution of a New Surgical Paradigm. J Rob Surg 2007 1:31-3
  6. Payne TN, et al. A Comparison of Total Laparoscopic Hysterectomy to Robotically Assisted Hysterectomy: Surgical Outcomes in a Community Practice. J Minim Invasive Gynecol. 2008 May-June;15(3):286-91

1. http://womenshealth.gov/faq/hysterectomy.cfm
2. http://www.cancer.org/docroot/CRI/content/CRI_2_4_4X_Surgery_8.asp
3. http://www.merck.com/mmhe/sec22/ch242/ch242b.html#sec22-ch242-ch242b-83
4. http://www.merck.com/mmhe/sec22/ch252/ch252f.html?qt=pain%20during%20intercourse&alt=sh
5. Boggess JF. Robotic Surgery in Gynecologic Oncology: Evolution of a New Surgical Paradigm. J Rob Surg 2007 1:31-3
6. Payne TN, et al. A Comparison of Total Laparoscopic Hysterectomy to Robotically Assisted Hysterectomy: Surgical Outcomes in a Community Practice. J Minim Invasive Gynecol. Mai-Juni 2008;15(3):286-91

Obwohl klinische Studien die Effizienz des da Vinci®-Systems in der minimalinvasiven Chirurgie belegen, können die individuellen Ergebnisse variieren. Eine Operation mit dem da Vinci-Chirurgiesystem ist möglicherweise nicht für jeden angezeigt. Fragen Sie Ihren Arzt stets nach allen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Risiken und Vorteilen.