da Vinci Surgery
 

Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Der Hals der Gebärmutter (Zervix) ist mit Zellen ausgekleidet, die unter normalen Umständen wachsen, sich teilen und sich regelmäßig erneuern. Dieser als Mitose bezeichnete Vorgang vollzieht sich im ganzen Körper, um eine optimale Gesundheit und Funktion der Zellen, des Gewebes und der Organsysteme des Körpers aufrechtzuerhalten.

Bei der Zellteilung wird jedoch nicht nur die normale, sondern auch die anormale DNA in den Tochterzellen repliziert. Gebärmutterhalskrebs ist das Ergebnis einer Mutation von Zellen der Zellauskleidung des Gebärmutterhalses, die sich durch Mitose in gesundes Gewebe und gesunde Organe ausbreiten. Wird diese pathologische Zellteilung nicht entdeckt bzw. nicht behandelt, entstehen Tumoren und es kann zu einer übermäßigen Streuung des Tumors (Metastasenbildung) kommen.

Was sind die Ursachen für Gebärmutterhalskrebs?

Die meisten Erkrankungen, und so auch der Krebs, werden durch eine Reihe von zusammenwirkender Faktoren verursacht. Gebärmutterhalskrebs ist nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Die anfängliche Zellmutation wird eher durch eine oder eine Kombination aus Erkrankungen ausgelöst. Im Folgenden sind die Hauptursachen für Gebärmutterhalskrebs aufgeführt:
  • Rauchen
    Bei Raucherinnen ist das Risiko eines Gebärmutterhalskrebses zweimal so hoch wie bei Nichtraucherinnen.1 Der Rauch von Tabakprodukten ist karzinogen und steht im Zusammenhang mit der Zellmutation in der Zellauskleidung des Gebärmutterhalses und trägt zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs bei. 2
  • Alter
    Obgleich Gebärmutterhalskrebs bei Frauen jeden Alters auftreten kann, wird er am häufigsten bei Frauen über 40 und selten bei Frauen unter 21 festgestellt. Zunehmendes Alter kann daher als Risikofaktor oder als eine von vielen beitragenden Ursachen für Gebärmutterhalskrebs betrachtet werden.
  • Humanes Papillomavirus (HPV)
    Diese weit verbreitete Infektion ist häufig ein Vorläufer für ein pathologisches Zellwachstum (Dysplasie) und wird als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs betrachtet. Viele Frauen werden mindestens einmal in ihrem Leben mit dem HPV infiziert. Von den mehr als 100 HPV-Stämmen sind viele nicht krebserregend (benigne), andere jedoch verursachen Gebärmutterhalskrebs (maligne).
  • Beeinträchtigtes Immunsystem
    Ein beeinträchtigtes Immunsystem kann die Wirkung der oben genannten Faktoren verstärken und wird als eine der Ursachen für Gebärmutterhals betrachtet, und zwar insbesondere bei:3
  • Patienten, die sich einer Organtransplantation unterzogen haben und eine immunsuppressive Therapie erhalten, um einer Abstoßung des implantierten Organs entgegenzuwirken. Als Nebeneffekt der Unterdrückung des Immunsystems verliert der Körper die Fähigkeit, sich vor Erkrankungen zu schützen.
  • Patienten mit HIV/AIDS 
  • Patienten mit seltenen kongenitalen Syndromen, die das Immunsystem beeinträchtigen
  • Anti-Baby-Pillen
    Die langfristige Einnahme (über 5 Jahre) von Anti-Baby-Pillen trägt zum Gebärmutterhalskrebs bei.4 Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Verhütungsmethoden für Sie haben.
  • Mehrere Schwangerschaften
    Mehrere vollständig ausgetragene Schwangerschaften werden als beitragende Ursache für Gebärmutterhalskrebs betrachtet. Der Grund für diesen Zusammenhang wurde bisher nicht geklärt, allerdings wurde er durch umfangreiche Studien eindeutig belegt.5
  • Ernährung
    Eine Ernährung mit wenig Obst und Gemüse wird mit einem höheren Risiko eines Gebärmutterhalskrebses und anderen Krebsarten in Verbindung gesetzt. Ferner besteht bei übergewichtigen Frauen ein höheres Risiko.6

Anzeichen und Symptome des Gebärmutterhalskrebses

Bei Gebärmutterhalskrebs treten die Symptome meist erst spät auf. Wenn die Symptome des Gebärmutterhalskrebses offensichtlich sind, ist es in den meisten Fällen schon zur Metastasenbildung gekommen.7 Anders ausgedrückt, die bösartigen Zellen wurden wahrscheinlich schon repliziert und in andere Körperregionen gestreut. In diesem Fall treten u. a. folgende Symptome eines fortgeschrittenen Gebärmutterhalskrebses auf:

  • Ungewöhnlicher oder übermäßiger vaginaler Ausfluss8
  • Blutung oder Schmierblutung außerhalb der normalen Menstruationsblutung9
  • Schmerzen nach dem Geschlechtsverkehr, Duschen oder einer Untersuchung des Beckens

 Diese Symptome können jedoch auch bei anderen Erkrankungen auftreten, von denen die meisten gutartig sind. Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt, damit eine professionelle Diagnose einer Erkrankung durchgeführt wird.

Die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs und dessen frühe Symptome sind nicht erkennbar, doch auf zellulärer Ebene lassen sich Anzeichen feststellen. Diese frühen Anzeichen werden mit dem bei einer standardmäßigen Untersuchung des Beckens durchgeführten Pap-Test nachgewiesen. Mit Pap-Tests können verdächtige Zellaktivitäten festgestellt werden, lange bevor sie eine gesundheitliche Gefährdung darstellen.10

Gutartige Zellen können deformieren und sich pathologisch in erhöhter Geschwindigkeit teilen. Dies mag wie ein weiter oben beschriebenes Symptom für Gebärmutterhalskrebs klingen, jedoch können Zellen des Gebärmutterhalses gutartig oder präkanzerös sein.11

Präkanzeröse Zellen verhalten sich häufig wie Krebszellen. Wenn sie nicht behandelt werden, können sie sich zu Krebszellen entwickeln. Präkanzeröse Zellen brauchen in der Regel mehrere Jahre, um zu Krebszellen zu mutieren. Daher sollte Ihr Gynäkologe nicht so sehr auf Symptome achten, sondern die Zellen im Rahmen der regulären Beckenuntersuchung auf verdächtige Zellaktivitäten untersuchen.

Der regelmäßige Besuch des Gynäkologen zur Beckenuntersuchung ist eine wichtige Maßnahme, die Frauen zur Vorbeugung eines Gebärmutterhalskrebses ergreifen können.


1. http://www.cancer.org/docroot/CRI/content/CRI_2_2_3X_How_is_cancer_of_the_cervix_found_8.asp?rnav=cri
2. http://www.acog.org/publications/patient_education/bp163.cfm
3. http://www.cancer.org/docroot/CRI/content/CRI_2_2_3X_How_is_cancer_of_the_cervix_found_8.asp?rnav=cri
4. Ibid.
5. Ibid.
6. Ibid.
7. http://www.cancer.org/docroot/CRI/content/CRI_2_2_3X_How_is_cancer_of_the_cervix_found_8.asp?rnav=cri
8. Ibid.
9. Ibid. 
10. Ibid. 
11. Ibid.

Obwohl klinische Studien die Effizienz des da Vinci®-Systems in der minimalinvasiven Chirurgie belegen, können die individuellen Ergebnisse variieren. Eine Operation mit dem da Vinci-Chirurgiesystem ist möglicherweise nicht für jeden angezeigt. Fragen Sie Ihren Arzt stets nach allen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Risiken und Vorteilen.