Bestrahlung der kanzerösen Prostata
Möglicherweise können sich Patienten im Rahmen der Prostatakrebsbehandlung für eine Bestrahlung entscheiden. Die beiden Formen der Bestrahlung sind externe Strahlentherapie und Bestrahlung durch Strahlungsquellenimplantate (auch bekannt als Brachytherapie). Wenn der Prostatakrebs lokalisiert ist, dient die Strahlentherapie als Alternative zu einem operativen Eingriff.
Eine externe Strahlentherapie wird ebenfalls häufig angewendet, um Männer mit einer regionalen Erkrankung zu behandeln, deren Krebs sich bereits zu weit ins Becken ausgedehnt hat, um operativ entfernt werden zu können, bei denen jedoch kein Anzeichen darauf vorliegt, dass er in die Lymphknoten gestreut hat. Bei Männern mit einer fortgeschrittenen Erkrankung kann diese Strahlentherapie helfen, Tumore zu verkleinern und Schmerzen zu lindern.
Eine Strahlentherapie kann trotz kontinuierlicher Verbesserungen der Zieldosen das gesunde Gewebe schädigen. Zudem besteht ein dokumentiertes Risiko einer langfristigen Impotenz, Harninkontinenz und eines erhöhten Risikos für Sekundärkrebs (wie Blasen- oder Rektumskarzinom) nach einer Strahlentherapie aufgrund von Prostatakrebs. Die Patienten müssen das Potenzial für eine effektive Krebskontrolle sowie die Nebenwirkungen der Strahlentherapie mit ihrem Arzt besprechen.
Externe Strahlentherapie
Eine externe Strahlentherapie erfordert in der Regel Behandlungen über 6 bis 7 Wochen an 5 Tagen pro Woche. In vielen Fällen kann bei einem großen Tumor zeitgleich zur Strahlentherapie eine Hormontherapie begonnen und mehrere Jahre weitergeführt werden. Das primäre Ziel der Bestrahlung ist die Prostatadrüse. Zusätzlich können die Samenblasen bestrahlt werden (da der Krebs relativ häufig auf sie übergreift). Eine Bestrahlung der Lymphknoten im Becken, die einst gang und gäbe war, hat nachgewiesenermaßen für die meisten Patienten keine langfristigen Vorteile gebracht, kann jedoch unter bestimmten Umständen notwendig sein.
Strahlungsquellenimplantate
Die Prostata kann auch bestrahlt werden, indem Dutzende winziger radioaktiver Strahlungsquellen direkt in die Prostatadrüse implantiert werden. Dieser Ansatz, auch interstitielle Implantation oder Brachytherapie genannt, hat den Vorteil, dass eine hohe Strahlendosis das Gewebe in unmittelbarer Umgebung erreicht.
Nach heutiger Praxis ist man bei der inneren Strahlentherapie auf Ultraschall oder CT angewiesen, damit die dünnwandigen Nadeln durch die Haut des Perineums geführt und richtig platziert werden können. Bei den Strahlungsquellen, so genannten Seeds, handelt es sich um radioaktives Palladium oder Jod, die mithilfe von Computerprogrammen nach einem individuellen Muster (je nach Form und Größe der Prostata des Patienten) durch die Nadeln in die Prostata gelangen.
Strahlentherapie oder chirurgischer Eingriff?
Informieren Sie sich, welche Vor- und Nachteile die Strahlentherapie im Vergleich zu einer Prostatektomie in Bezug auf kritische überlebensergebnisse, Wiederauftreten von Krebs, Inkontinenz und Erektionsstörungen aufweist:
Obwohl klinische Studien die Effizienz des da Vinci®-Systems in der minimalinvasiven Chirurgie belegen, können die individuellen Ergebnisse variieren. Eine Operation mit dem da Vinci-Chirurgiesystem ist möglicherweise nicht für jeden angezeigt. Fragen Sie Ihren Arzt stets nach allen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Risiken und Vorteilen.
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