da Vinci Surgery
 

Prostatakrebs - Kontrolliertes Zuwarten

Kontrolliertes Zuwarten oder aktive überwachung basiert auf der Voraussetzung, dass sich in einigen Fällen der lokalisierte Prostatakrebs so langsam entwickelt, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Patienten, insbesondere ältere Patienten mit einer geringen Restlebenserwartung, dadurch zu Lebzeiten gesundheitliche Probleme bekommen. Einige Patienten, die sich für kontrolliertes Zuwarten entscheiden, werden bei Ausbleiben von Symptomen nicht aktiv behandelt. Sie werden häufig gebeten, sich regelmäßigen medizinischen Untersuchungen zu unterziehen und alle neuen Symptome unverzüglich dem Arzt zu melden.

Kontrolliertes Zuwarten hat den offensichtlichen Vorteil, dass einem Patienten mit einem klinisch lokalisierten Krebs, der in der Regel keinerlei Symptome aufweist, die Schmerzen und möglichen Nebenwirkungen eines chirurgischen Eingriffs oder Strahlentherapie erspart werden. Ein Nachteil des kontrollierten Zuwartens ist die Verringerung der Wahrscheinlichkeit, die Erkrankung kontrollieren zu können, bevor sie sich ausdehnt, sowie die Verschiebung der Behandlung in ein Alter, in dem diese noch weniger verträglich ist. Natürlich können die Therapien sich mit der Zeit verbessern, wenn man sich für kontrolliertes Zuwarten entscheidet. Ein weiterer möglicher Nachteil ist die Angst. Einige Männer möchten nicht in der Sorge leben, an einem unbehandelten Krebs zu leiden.

Die Patienten sollten sich über die Vor- und Nachteile einer überwachung im Gegensatz zu aktiver Behandlung von Prostatakrebs informieren und die Möglichkeit des kontrollierten Zuwartens mit ihrem Arzt besprechen.

Therapievergleich

Obwohl klinische Studien die Effizienz des da Vinci®-Systems in der minimalinvasiven Chirurgie belegen, können die individuellen Ergebnisse variieren. Eine Operation mit dem da Vinci-Chirurgiesystem ist möglicherweise nicht für jeden angezeigt. Fragen Sie Ihren Arzt stets nach allen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Risiken und Vorteilen.

PN 871996 Rev A 05/08