Ursachen & Risikofaktoren für Prostatakrebs
Die Ursachen für Prostatakrebs sind, wie bei anderen Krebsarten auch, weitreichend und komplex. Es gibt keine einhellige Meinung darüber, was die Ursache für Prostatakrebs ist. Es gibt jedoch bestimmte Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs assoziiert sind.
Alter & Veranlagung
Es ist bekannt, dass Prostatakrebs bei Männern im Alter unter 50 Jahren eher selten auftritt. Danach allerdings steigt das Risiko für Prostatakrebs. Bei Erreichen des 80. Lebensjahrs ist es bei der Hälfte aller Männer zu kanzerösem Wachstum gekommen, das eventuell eine Behandlung erfordert.
Prostatakrebs scheint bei einigen Betroffenen in der Familie zu liegen, was auf einen ererbten oder genetischen Faktor hinweist. Hat der Vater oder der Bruder Prostatakrebs, ist das eigene Erkrankungsrisiko des Mannes doppelt so hoch. Noch höher ist es bei Männern mit mehreren betroffenen Verwandten, besonders wenn diese zum Zeitpunkt der Diagnosestellung noch recht jung waren. Wissenschaftler haben verschiedene ererbte Gene gefunden, die das Prostatakrebsrisiko zu erhöhen scheinen.
Einige ererbte Gene erhöhen das Risiko im Hinblick auf mehr als eine Krebsart. Zum Beispiel sind die ererbten Mutationen der Gene BRCA1 oder BRCA2 der Grund dafür, dass Brust- und Eierstockkrebs in einigen Familien viel häufiger auftreten. Das Vorhandensein dieser Genmutationen erhöht auch das Prostatakrebsrisiko. Doch sie sind nur für einen sehr kleinen Prozentsatz der Prostatakrebsfälle verantwortlich.
Die ethnische Herkunft scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen: Männer afrikanischer Herkunft scheinen das höchste Risiko zu tragen, wohingegen Männer asiatischer Herkunft am wenigsten gefährdet zu sein scheinen.
Ernährung & Lebenswandel
Der Lebenswandel, die Ernährung und die Exposition gegenüber Umweltgiften spielen mutmaßlich eine Rolle in Entwicklung und Entwicklungsgeschwindigkeit von Prostatakrebs.
Man geht davon aus, dass der Konsum von viel rotem Fleisch, Kalzium (Milchprodukte) und ein erhöhter Spiegel des schlechten“ Cholesterols (LDL) das Risiko von Prostatakrebs signifikant erhöhen. Eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Getreide-Kohlenhydraten kann sich auf den Insulinspiegel auswirken und zu Fettleibigkeit (Adipositas) führen. In Kombination mit einer Adipositas fördernden Ernährung kann ein Lebenswandel mit wenig Bewegung ebenfalls zur Entwicklung von Prostatakrebs führen. Männer mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 32,5 oder höher haben ein 30 % höheres Risiko, an Prostatakrebs zu sterben, wohingegen Männer mit einem BMI von 35 ein 60 % höheres Risiko haben, in 3 Jahren erneut Prostatakrebs zu bekommen.
Es ist bekannt, dass eine Ernährung, die reich an Rohkost und Gemüse ist, der Entwicklung von Prostatakrebs vorbeugt. Antioxidantien in der Nahrung helfen, freie Radikale“ im Körper zu reduzieren, die die Zellstruktur schädigen und Auslöser für Krebs sein können. Einige häufig auftretende Antioxidantien sind Lykopen (in Tomaten enthalten), Granatapfel, Mangostane, Weizengras und Sanddorn. Der Bereich der Entdeckung und Erforschung von Antioxidantien ist allerdings im steten Wandel begriffen.
Weitere wissenschaftliche Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass Nahrungsquellen oder Nahrungsmittelergänzungen, die reich an vorrangig in Fisch vorkommenden Omega 3- und 6-Fettsäuren sind, helfen können, Krebs vorzubeugen und sich positiv auf die Hirn- und Herzkreislauftätigkeit auswirken. Außerdem gilt die Ergänzung mit Selen, Vitamin D und E als vorteilhaft für die Prostatakrebsvorbeugung, da sie die PSA-Spiegel verringern und das Tumorwachstum hemmen können.
Obwohl klinische Studien die Effizienz des da Vinci®-Systems in der minimalinvasiven Chirurgie belegen, können die individuellen Ergebnisse variieren. Eine Operation mit dem da Vinci-Chirurgiesystem ist möglicherweise nicht für jeden angezeigt. Fragen Sie Ihren Arzt stets nach allen Behandlungsmöglichkeiten sowie deren Risiken und Vorteilen.
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